Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Ihr Bedienter iſt ein runder Mann von vier⸗ zig Jahren; aber iſt er ihr Bedienter? denn er ſprach faſt für einen Bedienten zu gut. Und da ich mich naher nach allen dieſen Umſtänden erkundige, ſindet es ſich, daß eben dieſer Bedienter ſchon mehrere Mahle im Dorfe, im Gaſthofe, auf der Watte geweſen iſt, wo man dich gefunden. Die Dame ſelbſt hat eine Stunde von hier in Heidebüren gewohnt, iſt aber ab⸗ und zugefahren. Man weiß nicht, wofür man ſie halten ſoll. Was ich aber gewiß weiß, ſie ſey nun deine Mutter oder nicht, das iſt, ſie iſt keine gemeine Frau; denn was ſie ſagte, in beyden Sprachen, war ſchön, oft edel, zuweilen erhaben geſagt. In Heideb üren hat ſie völlig gutes Deutſch geredet. 3

Iſt ſie deine Mutter: ſo muß ſie Urſache haben, ſo leiſe aufzutreten. Vielleicht iſt ſie arm, und ſie fürchtet die Anſprüche des Sohnes. Vielleicht doch wie viele Vielleicht ließen ſich nicht hierher ſe⸗ tzen, welche die Sache nicht einen Zoll weiter bräch⸗ ten! Und ſo gehab dich wohl, mein Bruder! Ich habe den Hafen gefunden, in dem früh oder ſpät des Menſchen Gluͤck ruht. O Ferdinand, Fer⸗ dinand, ſteure ihn nicht vorüber! O bethe keine fremde Göͤtter an! und nun leb wohl!

Dieſer Brief kam nach Bir kfelde, und die Begebenheit mit der Fremden Signora Sar⸗ tili ſpannte die Birkfelder ſo gut als die Hol⸗ mer. Sie ſiegelten ihn, und ſandten ihn dem edlen Ferdinand, der ſeit dem Anfange des Winters nicht mehr bey Son nenbergen, ſondern in der Reſidenz war.

Ende des zweyten Theils.