Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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„Ich ſagte dem Wirthe, der junge Mann ſey mein vertrauter Freund, den ich ſeit Jahr und Tag ſuchte. Jede kleine Nachricht von ihm würde mir werth ſeyn. Da gab mir der Wirth ein Lied⸗ daß er ſeiner Tochter aufgeſchrieben hatte. Es war eine ſchöne, runde Handſchrift, feſt und klar.“

„Es argerte mich, daß er ſo ſchön ſchrieb. Aber er war es gewiß; denn zu Hauſe gab mir meine Mutter ein Papier⸗ mit ein Paar Verſen; ſie wa⸗ ren von eben der Hand geſchrieben. Weiter fand ich nichts.

„Ich hoͤrte noch oft die Kellner und die Leute in dem Wirthshauſe über dieſen Herrn Golden ab, was er den Tag über getrieben. Er hatte viel geleſen, viel gezeichnet und geſchrieben. Seine Bü⸗ cher hatte er aus einer Leſebibliothek, wohin er oft ſelbſt gegangen war.““ 3

„Ein Herr Golden, der im Engel gewohnt hat, hat bey Ihnen geleſen? fragte ich. Ich möchte gern recht viel von dieſem Golden wiſſen, ob er der Mann iſt, den ich ſeit Jahr und Tag ſuche.“

„Es war ein edler Mann, ein Mann von großen Kenntniſſen, die er aber wohl mehr in der Welt, als aus einem gelehrten Unterrichte geſammelt hatte. Ich ſtampfte mit dem Fuße auf den Boden. Er hatte viel Engliſch geleſen, Geſchichte, Reiſebe⸗ ſchreibungen. Er war in England geweſen. Er hatte es fertig geredet. Shakſpeare und Gibbon waren ſeine Lieblings⸗Autoren.“

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