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den Landsmann an dem blonden Haar, an den blauen Augen, und an der Gutherzigkeit des Ge⸗ ſichts erkannte. 3 „Landsmann!““ rief er deutſch, und„Lands⸗ mann! lieber Landsmann!“ war die Antwort. Sie reichten ſich die Häͤnde und die Lippen, und erſt nach einer Stunde wurde Ferdinand gewahr, daß der Landsmann in einem ſehr ärmli⸗
chen Aufzuge neben ihm herging; denn er war mit ihm umgekehrt..
Erſt redeten ſie, wie natürlich, von dem ge⸗ liebten Vaterlande, dann von Italien, dann von der Kunſt. Der Fremde hieß Bürger; aber er war nicht Mahler, nicht Muſiker, nicht Bildhauer. Mit lachenden Augen aber ſagte er:„ich bin, lie⸗
ber Landsmann, ein Zugvogel! Mich lockte das Weite. Ich hatte Luſt, einmahl zu fühlen, wie ein bluͤhender Mandelbaum mitten im Januar ſich anſehen läßt. Weiter trieb mich nichts hierher.
Seht, Landsmann, ich wollte die Geſchichte, wie
unſer Profeſſor, der nicht aus ſeinem Geburtsorte gekommen war, uns rieth, aus den Urkunden und Denkmaͤhlern ſtudiren. Aber ſagt, iſt das Kapi⸗ tolium, wo ſich ein paar Krämer, Weinhandler und Hurenwirthe angeſiedelt haben, mehr, als die Blumen einer Immortelle in einem Herbarium auf⸗
geklebt, und die Monſignori, die Prälaten, die
Kardinäle, der heilige Vater ſelbſt, die in Rom ſtatt der Seipionen, der Katos, der Fabier um⸗
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