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das Gute thun; du ſollſt es mit Verſtand thun 1 darum Eile mit Weile! Gott bedarf der Menſchen⸗ hände nicht; aber des Menſchen Hand bedarf des Verſtandes, darum—“ R „Eile mit Weile!“ rief das ganze Haus. Ein harter Granit iſt mit dem Meiſel zu be⸗ arbeiten; der Diamant läßt ſich leichter in Geſtal⸗ ten ſchleifen, als menſchliche Sitte, Gewohnheit und Art zu denken. Sturm und Erdbeben, Waſ⸗ ſerfluth und Feuer zerſtören wohl; aber bie Zeit al⸗ lein mit ihrem leiſen Schritte geſtaltet und aͤndert und beſſert. Das ſollten die Miniſter bedenken, de⸗ ren Geſetze oft nichts als ein Erdbeben ſind⸗
Das ſiel ihm und ihr ein, und wenn Din⸗ chen zu raſch vorſchritt: ſo hob er den Finger und ſagte:„Eile!“
„Mit Weile!“ antwortete ſie lachend.
Die junge Frau machte rings im Dorfe ihre Beſuche, bey den Armen und Reichen, bey Alt und Jung, aber ohne die vornehme Demuth, ſon. dern mit anmuthiger, lachender Freundlichkeit.— Sie gab nicht, wo die Armuth forderte, ſondern ſie rieth, ſie überredete, ſie ſuchte die Quellen der Armuth, und lehrte ſie zu verſtopfen. Sie kannte alle Kinder des Dorfs, und liebte ſie alle. Sie
kam in die Schule, wo ihr Mann von Zeit zu Zeit unterrichtete. Der Prediger, durch Braunens Beyſpiel thaͤtiger gemacht, half. Was in Holm angefangen war, wurde hier vollendet, die Schule
G.


