Teil eines Werkes 
1. Band (1816)
Entstehung
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An einer Wand hingen die Famil lienporträts, die ihm der Alte ſogleich nannte, und darunter ein Familienſtück von ihren Bekannten, in Schatten⸗

riſſen in Lebensgröße.»Sie müſſen auch mit in

den Kreis!« rief der Pfarrer.»Ein Freund meines Freundes«(auf ſeinen Homer zeigend)darf da nicht fehlen. Sie bleiben Mittag bey uns!«

Die Frau lud ihn mit einem freundlichen Ge⸗ ſicht. Braune fand ſich wie zu Hauſe, obgleich ſowohl der Alte als ſeine Frau etwas Eigenthüm⸗ liches hatten. Der Alte blickte mit Falkenaugen ſeinen Gaſt von Zeit zu Zeit an, redete mit einem wohltönenden, feyerlichen Baſſe, ſtand aufrecht und kräftig da, und dennoch trotz dieſer Majeſtaͤt des Hausvaters, verſteckten ſich die Kinder unter ſeinem Schlafrocke, haſchten ſich um ihn her, als waͤre er nicht da.

Die Mutter ſchien das Ideal der ſtillen, weib⸗

lichen Güte und Aufmerkſamkeit auf ihren Mann,

den ſie Vater nannte. Was ſie ſagte, war gut geſagt. Braune fühlte, er war hier in einer ſehr gebildeten Familie, die aber ayne alle Anſpru⸗ che war. Der Alte fragte nach ſeinem Verhäͤltniſſe mit

ſeiner Gemeinde, und zwar mit einer vertraulichen

Freymü thigkeit, als waͤre der junge Mann ſein Sohn.