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den Weinbergen her Schüſſe fielen und gleich darauf ein Jagd⸗ horn ertönte.
Eine Jagd? fragte er.
Der Karl Herzog jagt heut in unſrem Wald, ſagte die Schulzenfrau.
Unſre jungen Burſche müſſen treiben ſeit vorgeſtern, ſetzte der Todtengräber mit unzufriedener Stimme hinzu.
Der Fremde nahm Abſchied von ſeinen Freunden, die ihn ungern entließen. Er müſſe die Jagd und den Herzog ſehen, ent⸗ gegnete er ihren dringenden Einladungen. Während er ſich mit eiligen Schritten entfernte, blickten ſie ihm nach und redeten zu⸗ ſammen, was nicht alles aus ſo einem Herrn, den man einſt auf
dem Arme getragen, werden könne.
Fürwahr, er hat wenig gealtert. Er iſt doch in der Mitte der Sechzig, und ſieht noch ganz aus wie vor elf Jahren, da er mich durch den Park von Hohenheim führte. Schau wie ſein kleines Hütchen noch immer ſo keck auf dem Haupte ſitzt! Und wie er ſich ſtrack auf dem Pferde hält! Die blauen Augen blitzen noch von Lebensmuth und Lebensluſt. Wer nennt mir das Ge⸗ fühl das ſeine Erſcheinung einflößt? Ich weiß mich ſo frei und unabhängig von dieſem Herzog wie nur ein Franzoſe oder ein Engländer, und dennoch ſchlägt mein Herz bei ſeinem Anblick, und was er mir zu Leide gethan hat iſt alles verhiſen Ob er mich wohl noch kennen mag?.
Der Gegenſtand dieſes ſtillen Selbſtgeſpräches hielt zu Pferde inmitten ſeiner Jäger, und ſchoß, obwohl läſſiger als ehemals, unter das Wild das auf einen freien Platz zuſammengetrieben worden war. Endlich gab er das zuletzt entladene Gewehr zu⸗ rück, und nachdem er ſeinem Gefolge Erlaubniß zu ſchießen er⸗ theilt hatte, ließ er einen vergnüglichen Blick über die Zuſchauer hinſchweifen. Deren war eine beträchtliche Zahl aus den benach⸗


