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Bei allen Göttern, er wird roth, ſagte Kapff. Ermanne deinen Heldengeiſt, Schiller!
Auch Patroklus hatte Schulden, Und war mehr als du.
War er etwa Lieutenant? fragte Schiller.
Ueber ſeinen Rang kann ich keine genaue Auskunft geben, aber darüber ſind die Gelehrten einig daß er nicht ganz ohne Porte-epée war.
Alſo wirklich mehr als ich! lachte der Dichter, der im Rang dem unterſten Offiziere nachſtand. Aber woher die Schulden? Hatte Patroklus Lieutenantsgage? 3
Seine Gage, verſetzte Schillers einſtiger Stubengenoſſe, belief ſich ſchwerlich höher als achtzehn Gulden Reichswährung monat⸗ lich, da er, wie wir bei Homero leſen, ſich mit Achill zuſammen in Einem Logis behelfen mußte.
Während Alle über die muntern Einfälle des Lieutenants lachten, fühlte ſich Heinrich am Arm ergriffen. Als er ſich umſah, erblickte er einen herzoglichen Trabanten, der über ſeine Anweſen⸗ heit die lebhafteſte Freude bezeigte. Gott Lob und Dank, rief er, daß ich den geſcheiden Einfall hatte! Kommen Sie geſchwind, Sie ſollen zum Herrn, und zwar wie Sie ſind, ohne allen Ver⸗ zug; man hat Sie den ganzen Tag vergebens geſucht.
Heinrich war über dieſe unerwartete Vorladung betreten. Sein Gewiſſen ſagte ihm nichts Gutes. Sollte etwas von ſeinem Beſuch der geſtrigen Redoute verlautet haben? Er fragte den Hof⸗ bedienten was es denn ſo Dringendes gebe; der wußte jedoch nichts oder wollte nichts wiſſen.
Mit ſchwerem Herzen ſagte er dem fröhlichen Kreiſe gute Nacht, und ſein Gang wurde ihm ſaurer als einſt der Weg ins Schulzimmer, wenn er irgend eine Urſache hatte welche ihm die Augen gegen den ſtrengen Präceptor nicht frei aufzuſchlagen erlaubte.
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