Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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jener ſich auf das Citat beſann: ich glaub', dort ſchenken ſie dem Schulmeiſter dann und wann einen Starken ein, und treiben ihren Schabernack mit ihm, die jungen Herren. Dann gnade Gott allemal dem Herzog!

Der Schneider war einer von den Menſchen, die im Flüſtern nicht glücklich ſind; ſeine Worte pfiffen wie eine ſtarke Zugluft durch die Geſellſchaft, und dem Schulmeiſter entging keine Silbe davon, daher er ſich gleich zur Rache bereitete. O chriſtliches Schneidergemüth! rief er giftig aus: hat man vergeſſen, daß zur Zeit da Sereniſſimus der Schnepfenjagd allhier oblagen nun, es war juſt nicht gelogen! er hat allerlei gefangen, mehr zahme als wilde hat mans ſo ganz vergeſſen daß damals auch die Jungfer Tochter gleichſam in Gnaden gewürdiget ward? Nun, die hohe Ehre kam nachher an den Tag, aber beim Kirchenconvent hieß es eben nach dem löblichen Brauche: Serenissimus. Ad acta!

Dieſe Erzählung, die in der Reſidenz und ihrer unmittelbaren Nähe für die Betheiligten nach der überwiegenden Anſicht der Mehr⸗ zahl nichts ſehr Schimpfliches gehabt haben würde, that hier, wo ſich die Sitten noch in urſprünglicher Geltung erhalten hatten, die entgegengeſetzte Wirkung. Schulmeiſter! rief der Schneider und ſtreckte ihm die geballten Fäuſte entgegen, während er ſich von den andern, vielleicht nicht ganz ungerne, zurückhalten ließ. Der Schmid warf dem Beleidiger einen Blick der Verachtung zu.

Serenissimus; ad Acta! wiederholte der Demoſthenes von Illingen: ja, das iſt ein herrlicher Talisman, der jedes Mädchen vor der Kirchenbuße ſchützt. Serenissimus; ad Acta! Ipse fecit! Der Herr hat's gegeben! Und dem Pfarrer hat er auch gleich⸗ ſam ſeinen landesväterlichen Segen hinterlaſſen; fragt ihn nur ob er gern von ſeiner Amalie reden hört!

Unſer Pärchen ſtand wie auf Kohlen. Sie waren unwillkür⸗ lich zu Lauſchern geworden, und konnten ihren Poſten nicht ver⸗ laſſen, ohne bemerkt zu werden.

Laßt geſchehene Sachen ſein, bemerkte Hansjörg.