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die Spitzen ſeines Schnurrbartes herab, daß ſie wie Trauer⸗ weiden niederhingen. Dann machte er leiſe die Thüre wieder zu, kam zurück und warf ſich auf die Bank, daß der Stelzfuß gerade hinausragte. Die Gäſte ſahen einander an, theils in grauslichem Mitleid, theils verſtohlen lächelnd über die Schwäche, die den alten Türkenhammer überkommen zu haben ſchien.
Es iſt nicht chriſtlich von dir, ſagte dieſer endlich, daß du mir eine ſolche Zehrung mit auf den Weg gibſt. Du haſt gut reden, du darfſt im geheuren Neſt ſitzen bleiben. Ich muß jetzt nur ein wenig warten, bis die Anwandlung vorüber iſt, und du, ſchaff' du derweil noch eine Kanne her. Die andern fallen dem Hanngeorg auf's Kerbholz, aber die da mußt du leiden. Es iſt ſelbſtverſchuldet.
Nun kam die Reihe des Ausgelachtwerdens an den Wirth, der jedoch luſtig mitlachte und willig⸗ noch einmal in den Keller ging.
Die Kanne war bald geleert. Aber jetzt muß ich Sturm laufen, ſagte der Thürmer. Meine Alte kommt am Ende ſo in Angſt, daß ſie nach mir ſucht, und dann brächten wir ſie nicht ſo leicht mehr fort, denn die Angſt, habt ihr geſehen, wirkt auf den Durſt.
Er beurlaubte ſich zum zweiten Mal und ging. Unter der Thüre aber blieb er ſtehen. Kaſper! ſagte er.
Was, Ulrich?
Oder willſt mich noch einmal fürchtig machen?
Nein, nein! rief der Wirth lachend. Mit Fried' und Freu⸗ den fahr' dahin! Das Fäßlein iſt leer. Alter Wein hält nicht ſo lang wie alte Geſchichten, ſonſt brauchte unſer Herrgott kei⸗ nen neuen wachſen zu laſſen.


