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Ei was! verſetzte der Thürmer. Das Mittel iſt heut noch probat, wie bei der erſten Kur. Hab' manche ſeitdem gemacht, verſteht ſich, in der Stille.
„Und nach dem Buben haſt du gleich ſeine Wärterin kurirt? fragte der Wirth.
Der Türk' hat keine Kur begehrt, lachte der Thürmer. Aber wahr iſt's, weil ſie am Krankenbett des Buben ein Ver⸗ trauen zu mir gefaßt hat, ſo hat ſie ihr Kreuz auf ſich genom⸗ men und iſt mir unter den Glockenſtuhl nachgefolgt.
Und der Bub' iſt jetzt auch ſchon eine Weile her beweibt, der damals noch ſo jung war. So vergeht die Zeit.
Ja, und deswegen muß ich jetzt heimklappern, ſonſt kocht mir meine Alte Kifferbſen. Gut' Nacht bei einander. Wie ſteht's denn mit dem Schmerz, Hanngeorg? fragte er im Auf⸗ ſtehen.
Das Zahnweh iſt weg, verſetzte dieſer, ich kann's nicht läug⸗ nen. Aber mit deinem Teufelszeug bleib' mir vom Leib.
Der Thürmer lachte, ſteckte den Lappen ſorgfältig ein und ſtelzte nach der Thüre. Der Wirth ließ ihn halb über die Schwelle gehen, dann rief er ihm nach: Alter Schlankementer!
Was iſt's, Kaſper? 1
Wenn du jetzt im ſtockfinſteren Thurm hinaufſteigſt und dein Todtenbein auf den Stiegen klappert, denkſt du nie dabei
an den beinernen Schnaken, der den Weg dort hinauf kennt? Wenn er ſich jetzt aus dem grünen Thurm aufgemacht hat und- dich vielleicht ſcon in der Sommerlaube erwartet? Oder du biſt im beſten Steigen, da zittern und raſſeln auf einmal die Glockenſeile neben dir, und unter dir klappert ein Zweiter auf der Stiege, der dir folgt und mit langem langem Arm nach dir greift—?
Der Thürmer hatte ſich bedächtig umgewendet. Er ſtrich


