Teil eines Werkes 
[1] (1822)
Entstehung
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339 der Gluͤcklichen, und fuͤr Roſaliens Untertha nen, die ſie hoch verehrten.

Heinrich und Roſalie waren darin einver⸗ ſtanden, daß das geraͤuſchvolle Leben der Reſi⸗ denz, das Umhertreiben in großen glaͤnzenden Zirkeln nicht gluͤcklich mache, ſondern daß das Gluͤck auf einem andern Wege zu ſuchen ſey. Sie ſuchten und fanden es in ſich ſelbſt, im Ger auſſe der Natur, und in der Geſellſchaft we⸗ niger, aber gepruͤfter Freunde.

An Roſaliens erſtem Geburtstage ließ Heinrich auf einer Anhoͤhe des Parks, ohne daß ſie es wußte, einen kleinen Tempel errichten, mit der Inſchrift: der edelſten Gattin, wo all⸗ jahrlich dieſer Tag durch ein frohes Mahl ge⸗ feiert wurde; und als Theodor herangewachſen war, und das Maͤdchen gefunden hatte, durch deſſen Hand er allein gluͤcklich zu werden hoffte, da fuͤhrte Heinrich die holdſelige Braut nach dieſem Tempel, erzaͤhlte ihr die Geſchichte ſei⸗ ner Trennung von Roſalien, und was ſie fuͤr ihn, der ſie ſo ſehr verkannt, gethan hatte⸗