Teil eines Werkes 
[1] (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

328

ſchimpfliche Lohn, den Sie dadurch beabſichtig⸗ ten, ſoll Ihnen nicht zu Theil werden. Sie nahm den kleinen Theodor auf den Arm, verließ raſch das Zimmer, warf ſich in einen Wagen, und reiſ'te auf einige Tage zu einer zwei Stunden von ihr auf einem heiteern Schloſſe wohnenden Freundin, und ließ den Grafen durch ihren Haushofmeiſter bitten, ſo⸗ gleich abzureiſen. Zaͤhneknirſchend gehorchte der Verbrecher dem Gebote, und kam voll Unmuth 1 uͤber den ſchlechten Erfolg ſeines Vubenſtless wieder in W⸗*. an. Jetzt erſt ſchmerzte Roſalien ihr Verhaͤlt⸗ 3 niß zu ihrem Gatten tief. Sie haͤtte ihm ſo gern geſchrieben, ſo gern den erſten Schritt 1 zur Verſoͤhnung gethan; aber Heinrich hatte ſie beleidigt, ſie dadurch, daß er einem anonymen Schreiben ſo viel Glauben belmeſſen konnte, zu tief gekraͤnkt. An ihm war es, den erſten Schritt zu thun. Sie erwartete, daß dies ge⸗ ſchehen wuͤrde; ſie malte ſich ſchon die erſte Zuſammenkunft nach einer ſo ſchmerzlichen Tren⸗ nung