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digten— wer vermoͤchte wohl die Gefuͤhle zu beſchreiben, die Heinrich und Roſalien da er⸗ fuͤllten?
Heinrich unterbrach ihre traulichen Her⸗ zensergießungen zuerſt durch einige ernſte, durch⸗ dachte Worte:„Liebe Roſalſe“— ſprach er in
einem wuͤrdevollen Tone—„Gatten, welche
gluͤcklich zuſammen leben wollen, handeln ſehr zweckmaͤßig, wenn. ſie aufrichtig und ehrlich ſich von ihren Schwaͤchen unterrichten, um dieſe im Umgange zu ſchonen, oder, wenn es moͤg⸗ lch iſt, einander davon zu befreien.“
Roſalie nickte mit einem feinen Laͤcheln.
„Ich will mit meinen Schwaͤchen den An⸗ fang machen,“— fuhr Heinrich fort,—„und ich will ganz ehrlich ſein.“.
Roſalie laͤchelte noch einmal, und lauſchte auf das, was ſie wohl hoͤren wuͤrde.
„Erſtlich bin ich ſehr lebhaft, und laſſe mich leicht zum Zorne hinreißen.“
„Die kluge Frau“— war Roſaliens Ant⸗ wort—„muß wiſſen, wo ſie ſtehen bleiben ſoll,


