O warum ward dem Menſchen doch das Herz!
Mit ſolchem ungeheuern Schmerz,
Mit Seufzern, wie ſie ſich aus meinem Buſen ſtahlen,
Hat Syſiphus den Stein gerollt;
Und Tantalus, dem der Olympos grollt,
Erſehnte ſo das Ende ſeiner Qualen.
Du ſchlaͤfſt wohl ſanft, von keinem Harm bedraͤngt,
Richt ahnend, was den Buſen mir beengt?
Du theilſt nicht meine Wonnen, meine Schmerzen!
Ich bin wohl nur ein Fremdling Deinem Herzen?
O ſicher iſt mit Edmunds Bild
Jetzt Deine Seele nicht erfuͤllt! 2
Du, Kummerloſe, biſt von keinem Gram befangen,
Du fuͤhlſt in Deiner Bruſt kein ſehnendes Ver⸗ langen!
O ſchlummere ſanft! mein bruͤnſtiges Gebet
Hat Gottes Frieden auf Dein Haupt herabgefleht.
Wenn Engel hell durch Deine Traͤume ſtiegen/ O trinke dann in vollen Zuͤgen


