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„Nein! lieber den Tod, als Beſchämung,“ ſagte Bellau, indem er den Hut wieder abnahm, und ihn ſeufzend auf ein griechiſches Ruhebette warf, von welchem das aus dem Schlaf aufgeſchreckte Windſpiel mit einem fin⸗ ſtern Seitenblick herabſprang.
„Lieber ewigen Kummer,“ rief er nochmahl,„lieber den Tod, als Eine Beſchämung! Das ganze Glück meines Lebens mag dahin fahren, eh' ich den Brief ſelbſt in ihre Wohnung abgebe. Wenn Sie mich etwa am Fenſter ſchon von Weitem erblickte, oder mir gar auf der Treppe begegnete— Gott! ich ſänke zur Erde. Mein ärgerliches Erröthen, meine alberne Verlegen⸗ heit, ſelbſt jeder meiner Blicke müßte Ihr ſagen, daß ich den Brief mit der Liebeserklärung in der Taſche trage.“
„Seltſamer Menſch!“ ſagte Rudolph, und ließ die zum Accord über das Fortepiano erhobene Hand klang⸗ los fallen.„Du willſt Ihr deine Liebeserklärung ſchrift⸗ lich geben, und— Sie ſoll nicht merken, daß du Sie liebſt. Wir zwey ſind in der Liebe gerade die entgegen⸗


