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Lebensbilder / von Christoph Kuffner
Entstehung
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Ernſt iſt hier in ſo fern, als die drey über einan⸗ der Geſtürzten wirklich voll Schrecken ſind. Spaß, in ſo fern ſie dazu keine gegründete Urſache haben.

Mariechen kennt der Leſer ſchon, faſt ſo gut als ich ſelbſt. Die ſchwarze Geſtalt iſt niemand anderer als derſelbe Carl, deſſen Porträt die Fledermaus zu⸗ vor herabgeworfen hat, obſchon er davon nichts weiß. So gehts aber in der Welt: Mancher iſt par-terre, eh' ers glaubt.

Das Etwas heißt Cäcilie, und iſt Carls Schwe⸗ ſter. Das wäre nun ganz recht; aber wann und wie kommen denn die Beyden ins Zimmer?

Sehr natürlich.

Carl hatte ſchon ſeit vierzehn Tagen beſchloſſen, Marien zu überraſchen; indem er ihr, ſtatt des Ge⸗ liebten, plötzlich den Bräutigam zeigen wollte. Einige kleine Hinderniſſe die ſelten ausbleiben, wenn der Menſch einem Ziele recht heiß und haſtig entgegen eilt traten ihm in den Weg; er ſchrieb, damit die Über⸗ raſchung dennoch vor ſich gehe, dieß nicht Marien, ſon⸗ dern nur dem Vater mit der närriſchen aber ſehr ver⸗ zeihlichen Bitte, der auch, wie wir aus Mariens Mo⸗ nolog ſchon wiſſen, ſehr geheimnißreich that, wenn das Töchterchen fragte, kurz abbrach, und dadurch die Armſte