4 gen Menſchen, der ſeine Bücklinge und Scharrfüße nach einiger Berechnung anbringt. Früher hatte er blos auf Pfänder geliehen, ſeit einiger Zeit aber einen Theil ſeiner Capitalien auf Theaterunternehmungen angelegt. Ja zu— weilen verband er noch beide Gewerbe miteinander, die damals beide einen gemeinſamen und ſehr ergiebigen Bo den in dem fröhlichen Leben, im Luxus und in der Schau luſt der Vornehmen und des Volkes hatten. Auch arbei⸗ teten beide Gewerbe einander in die Hände, und Henslow nahm oft Nachmittags an ſeinen Theatern das Geld wie der ein, das er Morgens auf Pfänder vorgeſchoſſen hatte — Seltſam genug war Henslow durch das aus der Schauluſt der Menge ihm zugefloſſene Geld mit einer ge⸗ wiſſen Liebhaberei am Schauſpiel ſo zu ſagen angeſteckt worden. Er nahm gegen Schauſpieler und Dichter gern die Miene eines Gönners an, und hatte ſogar eine Toch⸗ ter dem Schauſpieler Alleyn verheirathet. Dieſe ſeltne Gunſt eines Geldmannes gegen einen Schauſpieler grün⸗ dete ſich wahrſcheinlich auf die bei einem Theatermenſchen ebenſo ſeltne Tugend der Sparſamkeit und Häuslichkeit, und auf den guten Ruf Alleyn's, der für ſehr wohlha⸗ bend galt.
Eduard Alleyn, ein ſchlanker jovialer junger Mann, begleitete eben ſeinen Schwiegervater zu William. Der Alte mochte ihn überhaupt gern um ſich haben; obſchon ihn Alleyn unaufhörlich zum Beſten hatte, freilich ſo fein und heiter, daß Henslow es meiſtentheils ſogar für Schmei⸗ chelei aufnahm, oder wenn es etwas derber ausfiel, we⸗ nigſtens für einen guten Spaß gelten ließ.
Während Henslow ſich mit kurzen Schritten und Bück⸗


