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fuͤhlte ſich wol Keins von allen Frohen und Beſchenkten ſo reich, wie dieſe Dorfkinder mit ihren einfachen Spielgeraͤthen in den Haͤndchen, mit den vergoldeten Aepfeln und Nuͤſſen und braunen Lebkuchen in den Taſchen und Schuͤrz⸗ chen. Fort und fort ſtaunten ſie mit den hel⸗ len Augen und offenen Lippen in die unzaͤhligen Lichter. Und all' dieſer Zauber und ihre klopfen⸗ den Herzchen ſelbſt, loͤſten ſich rein in dem reinen Glauben an die Erſcheinung des Chriſt⸗ kindes. Kein Baron, keine gnaͤdige Frau, keine Braut, ſondern eben ein Kind hatte dies Alles gebracht und gemacht.
Es waͤhrte eine geraume Zeit, bis die hohe Flut des Jubels nach und nach ablief, das Voͤlkchen aus dem Dorfe ſich in die Geſinde— ſtube oder nach Hauſe zuruͤckzog und die Fa⸗ milie ſich zu frohem Geſpraͤche zuſammenſetzte. Am Ende iſt es eine Wohlthat nach ſolchen Aufregungen des Gemuͤths, daß die gemeine


