Jahrgang 
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legenheit preßte ſie die heiße Stirne hart an die kalte des Vaters an. Und wie ſie ſo, von wun⸗ derbaren Ruͤhrungen bewegt, da ſtand, tropfte ein Thraͤnchen und das zweite auf die glatte marmorne Bruſt des Vaters. Daſſelbe Glocken⸗ ſpiel, das Veronika dort zum Fenſter gelockt hatte, ſang hier das traͤumende Kind in die ſuͤ⸗ ßeſten Melodien, denen es in der Umſchlingung des Bildes lange, lange nachhing.

Bald darauf hatte die Baronin ihren er⸗ ſchoͤpften Sohn der Ruhe uͤberlaſſen und ſuchte ihren Gemahl auf. Sie fand ihn mit gefalte⸗ ten Haͤnden, muͤde und traͤumeriſch, in der So⸗ phaecke liegen und ſtuͤrzte mit einem jammern⸗ den Aufſchrei auf ihn zu. Wie es leidenſchaft⸗ lichen Menſchen eigen iſt, ſich ihrer heftigen Empfindungen durch heftige Geberden zu er⸗ wehren, ſo warf ſich Alide knieend vor ihm auf