Jahrgang 
2
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das nicht geſchrieben? Nichts haͤtte mich ab⸗ gehalten, zu Dir zu eilen.

Dieſe Frage betraf zum Theil auch den Profeſſor, der aber kalt erwiderte:

Sie muͤſſen einige Nachſicht walten laſſen, Frau de Landas. Ihr Sohn hat ſchon als Kind die Mutterpflege entbehrt. Zum Gluͤck hat es ihm fuͤr ſein unſterbliches Theil an der Fuͤrſorge der Mutter Kirche nicht gefehlt. Der Himmel liebt Ihren Sohn: er hat uͤber ihn die Leiden verhaͤngt, die zur Ausgleichung der Freuden gemeſſen waren, ſo die Mutter in einem ketze⸗ riſchen Bunde geſucht ht.

Dieſe und andre harte Reden ließ die Ba⸗ ronin uͤber ſich ergehen, waͤhrend ſie auf einem Schemel knieend uͤber den Sohn hingebeugt jammerte. Offenbar hatte der Profeſſor zu ſei⸗ nen Erguͤſſen mit Vorbedacht die Augenblicke gewaͤhlt, da ein ſo natuͤrliches und vom Kran⸗ ken ſelbſt mitverſchuldetes Ungluͤck, wie dieſe