0o
deſſen der Freund; denn an der Treppe, auf dem Gange und wie er das Zimmer betrat, uͤberkamen ihn die ungeſtuͤmſten Erinnerungen, denen er ſich kaum gewachſen fuͤhlte. Es war daſſelbe Zimmer, wo er mit Aliden die leiden⸗ ſchaftlich⸗verſtohlenen Zuſammenkuͤnfte gehabt hatte. Da hing auch noch uͤber dem Lotterbette von damals der Jordaens, der den Vorwand zu ſeinen Beſuchen geliehen, die verſtohlene Lei⸗ denſchaft des Paares vermittelt, ihren Heim⸗ lichkeiten Gelegenheit gemacht hatte. Alles um⸗ her ſah noch aus, wie damals. Guſtav errieth, daß der ſelige de Landas nach der Flucht ſeiner Frau dieſe Zimmer ſelten beſucht und abſichtlich in ihrem Zuſtande gelaſſen hatte. In ſeiner Gemuͤthsbewegung wurde der Freund kaum inne, daß Heſſelts mit Veronika weiter gegangen war. Erſchuͤttert ſtand er in Mitte des Zimmers und blickte bewegt und ſchuͤchtern von Bild zu Bild, von Sopha zu Stuͤhlen. Er oͤffnete leiſe die


