„Herr Baron“ nennen hoͤre. Nein! Aber ich habe auch ſo meine Traͤumereien von einem neuen Adel, von einem, der nicht ruͤckwaͤrts an alten, achtbaren Fundamenten haͤlt, ſondern mit der neuen Richtung der Zeit anbindet. Jede Zeit bedarf eines Adels und der in Deutſch⸗ land ſchon beſtehende nimmt ja die neuen Be⸗ ſtrebungen und Errungenſchaften unſerer Zeit nicht in ſeine Wappenfelder auf. Sehen Sie, dieſe Unruhe des Erwerbs, dieſe Haſt tauſend⸗ faͤltiger Unternehmung, dieſer Wetteifer der Talente und Fertigkeiten, die ſich im Schaffen nicht immer erheben, ſondern auch oft genug er⸗ niedrigen, dies ganze Treiben der Gegenwart hat auch ſeine niedrige, gemeine Seite; beſon⸗ ders ſeitdem durch Dampfſchiffe und Eiſenbahnen die innerliche Unruhe der Menſchen auch immer mehr zu einem aͤußerlichen Ungeſtuͤm verlockt wird. Es geht unſerm Treiben die edle Ruhe, das Zuſichkommen des Geiſtes ab, der in dieſer
Jahrgang
2
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