Jahrgang 
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bewegliches. Ein Blick gegen Himmel bleibt oft der einzige Ruhepunkt. Ruhepunkt? mit nichten! Denn was ſoll er zu einer Stadt ſagen, wo im dritten Geſtock der Schloſſer hämmert, wo ein Schmiedefeuer glüht in jener Dachetage, die ſonſt nur das Lämpchen des Poeten kennt? Ja, das Haus iſt hier kein Erbe auf Kind und Kindeskind; die Fabrik hat's geliefert, die Fabrik verbraucht's als vorübergehendes Werkzeug. So iſt auch der Weg zum Himmel nicht frei, Lärm oben wie unten, Hammer dröhnen und Funken ſprühen zu den Fenſtern einer Höhe heraus, in welcher der Zeiſig ſingen, von welcher ein Blatt des Blumenſtocks niederwehen ſollte.

An einer Straßenecke, in welche der Wanderer endlich einbog, ſtand ein kleines, reingekleidetes Mädchen, weinend, ein Zettelchen in der Hand. Es hatte verſchiedene Verſuche gemacht, von den Paſſanten, wie es ſchien, eine Auskunft zu erhalten, und ſtets unglückliche. Alles rannte achtlos an dem kleinen Weſen vorbei und ließ es ſtehen. End⸗ lich zupfte es auch dieſen Ankömmling am Rockärmel, und blickte mit hellblauen Augen voll Waſſer bittend zu ihm auf. Die Kleine mußte ihr Stimmchen wiederholt anſtrengen, um ſich in dem Straßenlärm hörbar zu machen. Sie bat um den Weg in irgend eine Street nach der Common⸗School irgend eines Mr. Mockingbird: zugleich wies ſie ihren Zettel vor, worauf die Adreſſe ſtand. Der junge Mann wußte nun freilich nicht beſſer Beſcheid, als das verirrte Kind ſelbſt. Aber augenblicklich ergriff er den Gedanken, der ſich hier darbot. Iſt es möglich, rief er ſich zu, mit ſo viel Detail des Markts ſich zu balgen, und nicht an die Volksſchule zu denken, an den einfachen geiſtigen Punkt, aus dem das Ganze begriffen wird? Common⸗School, das iſt das Schlagwort! Das iſt der Ort, wo der Fremde ſtets zuerſt Landeskunde ſtudiren ſoll! Komm, mein Kind! Er warf ſich mit dem Mädchen raſch in den nächſten Omnibus, und war faſt ſo glücklich wie dieſes ſelbſt über das gefundene Auskunftsmittel.

Die Fahrt begann mit einer unfreundlichen Scene. Einer der Mitfahrenden hatte ſeine Beine lang vor ſich ausgeſtreckt und eben an jene Stelle der Wagenlehne geſtemmt, welche das einſteigende Paar zu beſetzen hatte. Er ſchien indeß nicht geneigt, ſeine Bequemlichkeit aufzugeben, ſondern räumte dem kleinen Mädchen, ſeinem neuen vis-A-vis, nur ſo viel ein, daß er ihr Köpfchen zwiſchen ſeine beiden