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ihm nur, der lange Chriſtian habe es gethan und Du könneſt ihm bezeugen, daß er es aus dem F F. verſtehe.“
Als der Werkmeiſter ſich erhoben und von dem Hute befreit hatte, waren die Beiden verſchwunden.
„Laßt mich heimgehen,“ ſagte der Weber,„wenn Ihr mich morgen einmal beſuchen wollt, ſollt Ihr willkommen ſein.“
„Herzlich gern,“ erwiderte Scherenberg,„wo wohnt Ihr?“
„Dort in jener Straße, das vierte Haus rechts, vier Treppen hinauf, zweite Thüre links.“
„Werde mir's merken. Noch Eins, kennt Ihr das Mädchen?“
„Ja, ſie wohnt in demſelben Hauſe.“
„Na, dann könnt Ihr ein gutes Werk thun, wenn Ihr es recht herzlich warnt. Die armen Geſchöpfe halten ſo lange Stand, wie ſie können, aber der Schufte gibt es genug, die nicht nachlaſſen, bis ſie durch glänzende Verſprechungen ihren Zweck erreicht haben. Gute Nacht.“
Kunibert Scharf blickte lange dem alten Manne nach, dann ſetzte er langſam ſeinen Weg fort.
Der lange Chriſtian aber hatte an dieſem Abend Erfahrungen gemacht, die ihn ſehr bitter ſtimmten.
So tief hatte er in das ſociale Elend der arbeitenden Klaſſe noch nicht hineingeblickt.
Was waren dieſe Menſchen mehr, als Sklaven, die ſich jeder Laune ihres Herrn fügen, für jeden Fußtritt ihm danken mußten!
Wie gerne hätte er geholfen, wie gerne die Lage dieſer armen Geſchöpfe verbeſſert!
Zum erſtenmale in ſeinem Leben gereute es ihm, daß er ſein früheres Vermögen ſo leichtſinnig vergeudet und verpraßt hatte!
Wenn er es noch beſäße, könnte er doch verſuchen, die Noth zu lindern, ſo viel ſeine Mittel es erlaubten.
Aber da war ja die Hinterlaſſenſchaft ſeines Vetters— hundertfünfzigtauſend Thaler;— wenn es ihm nun doch gelang, ſie zu gewinnen?
Chriſtian Scherenberg dachte lange, lange nach, es war am Ende doch Unrecht, wenn er nicht verſuchte, ſeinen Anſprüchen auf die Erbſchaft Geltung zu verſchaffen, er konnte ja mit dem Gelde ſo manche Familie glücklich machen!
Das mußte recht reiflich überlegt werden, Scherenberg wollte am nächſten Tage mit dem Advokaten noch einmal Rückſprache darüber nehmen.
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