Jahrgang 
3
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Neunundſiebenzigſtes Kapitel.

Der Brand in der Spinnerei.

An vier Ecken zugleich ſchlugen Rauch⸗ nnd Flammenſäulen empor.

Es unterlag keinem Zweifel, das Feuer war angelegt worden und der es angelegt hatte, kannte die Stellen ſehr genau, an denen es ſofort mit raſender Wuth um ſich greifen mußte.

Von allen Seiten ſtrömte das Volk herbei, theils um zu löſchen und zu retten, theils um ſeine Neugier zu befriedigen, die Brandſpritzen wurden in Thätigkeit geſetzt, das Militair und die Löſchmannſchaften begannen ihre Arbeit.

Da iſt nichts zu machen, ſagte Scherenberg,höchſtens können einige Menſchen das Leben verlieren, wenn ſie etwas zu retten verſuchen.

Das Feuer iſt angelegt, hört man überall, es wurde ſogar die Anſicht laut, der Brandſtifter müſſe ſich noch im Hauſe be⸗ finden und dieſe Anſicht fand darin, daß plötzlich auch in den unteren Stockwerken die Flammen durch die Fenſter ſchlugen, einiger⸗ maßen ihre Beſtätigung.

Die Wuth des Volkes gegen den unbekannten Brandſtifter wuchs in demſelben Grade, in welchem das verheerende Element um ſich griff.

Da rief plötzlich eine Stimme aus dem Haufen:Der Schuft hat es ſelbſt gethan, der habſüchtige Menſchenſchinder will ein Geſchäft dabei machen!

Dieſer Ruf war der Funken, der in's Pulverfaß fiel; die ganze Volkswuth richtete ſich gegen der Fabrikanten, der unter den Löſchmannſchaften ſtand und ſie beſchwor, wenigſtens ſeine Ge⸗ ſchäftsbücher zu retten.

Wer wollte, wer konnte in dieſem Augenblick unterſuchen, ob der Angeklagte ſchuldig oder unſchuldig war?

Die öffentliche Meinung hatte ihn ja längſt als einen herzloſen, brutalen, habſüchtigen Egoiſten gebrandmarkt; der Verdacht allein genügte, um den Stab über ihn zu brechen!

Im Nu war der Fabrikant von der tobenden Menge umringt, und der Stock des langen Chriſtian gab ihm den erſten Beweis

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