Das Leichengepraͤnge war von der feierlichſten und brächtigſten Art. Die Leiche des Marquis wurde in ein koſtbares Gewand, in eine Jacke von Brocad, in ein Sayo oder langes Obergewand von ſchwarzem Sammt, in eine Marlota oder Mauriſches Kleid von Broead, das bis auf die Füße reichte, und in Scharlachſtrümpfe ge⸗ kleidet. Sein prächtig vergoldetes Schwert war ihm um die Lenden gegürtet, ſo wie er es zu tragen pflegte, wenn er im Feld war. Der herrlich aufgeputzte Leichnam wurde in einen Sarg eingeſchloſſen, welcher mit ſchwarzem Sammt bedeckt, und mit einem Kreuz von weißem Da⸗ maſt verziert war. Er ward alsdann mitten in der gro⸗ Hen Halle des Pallaſtes auf eine prachtvolle Bahre geſetzt.
Hier üͤberließ ſich die Herzogin lauten Klagen über dem Leichnam ihres Herrn und Gemahls, in welche ihr Gefolge von Damen und Begleiterinnen ſowohl, ats auch thre Pagen und Bereiter und die zahlloſen Lehusleute des Marquis miteinſtimmten.
Bei'm Herannahen des Abends, gerade vor dem Ave Maria ging der Leichenzug aus dem Pallaſte aus. Zehn Banner wurden um die Bahre herum getragen, beſon⸗ dere Trophäen des Marquis, die er den Mauren in ei⸗ genen Unternehmungen durch ſeine Tapſerkeit abgenom⸗ men hatte, ehe noch König Ferdinand den Krieg um Granada begonnen.
Der Zug ward durch eine unendliche Menge von Biſchöfen, Prieſtern und Mönchen von verſchiednen Or⸗ den, ſowie auch von den Civil⸗ und Militärbehörden und
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