Jahrgang 
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und die Rückerinnerung an den königlichen Glanz in Granada machte alle jetzige Gemaͤchlichkeiten verächtlich in ſeinen Augen.

Keine Bemühungen wurden von Ferdinand und Iſa⸗ bellen geſpart, ihn zu vermögen, den katholiſchen Glau⸗ ben anzunehmen, aber er blieb treu der Religion ſeiner Väter, und es erhöhte nicht wenig ſeine Demüthigung, als Lehnsträͤger unter chriſtlichen Fürſten leben zu müſſen.

Es iſt wahrſcheinlich, daß ſein Aufenthalt im Reich dem ſtaatsklugen Ferdinand gleich läſtig war; er konnte ſich in feinen neuerlangten Beſitzungen nicht ganz geſichert glauben, ſo lange noch jemand innerhalb ihrer Grenzen lebte, der Anſprüche auf den Thron wieder in Anregung bringen konnte. Es wurde daher im Jahr 1496 ein be⸗ ſondrer Handel zwiſchen Ferdinand und Joſef Aben Co⸗ mira abgeſchloſſen, nach welchem dieſer als Vezier von Boabdil über ſeines Herrn geringes Gebiet um die Sunme von achtzigtauſend Goldducaten zu verfügen wagte.

Dieß geſchah, wie man verſichert, ohne Boabdil's Wiſſen und Willen, aber der Vezier dachte wahrſchein⸗ lich, es ſey ſo am beſten gethan. Der liſtige Ferdinand ſcheint nicht nach dem Recht und der Vollmacht des Ve⸗ ziers, einen ſolchen Kauf abzuſchließen, gefragt zu haben, ſondern zahlte das Geld mit geheimem Frohlocken aus.

Joſef Aben Comira lud den Schatz auf Maulthiere, und machte ſich fröhlich damit nach den Alpuxarragebir gen auf. Er breitete triumphirend das Geld vor Boab⸗