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Königthums geweſen, ihren Thron auf. Hierher begaben ſich die vornehmſten Einwohner von Granada, ihre Hul⸗ digung ihnen darzubringen, und zum Zeichen ihres Va⸗ ſallenthums ihnen die Hände zu küſſen. Ihr Beiſpiel ward durch Abgeordnete von allen Städten und Feſten der Alpuxarragebirge nachgeahmt, die ſich bis jetzt noch nicht unterworfen hatten.
3 So endete der Krieg um Granada, nach zehn Jah⸗ ren unabläſſtgen Gefechts; er iſt,» ſagt Bruder Anto⸗ nio Agapida,«durch Dauer und Ende, wie auch durch die Art der Eroberung der weltberühmten Belagerung von Troja zu vergleichen.»
So endete auch die Herrſchaft der Mauren in Spa⸗ nien, nachdem ſie ſtebenhundert und acht und ſiebzig Jahre, von der denkwürdigen Niederlage Roderichs, des letzten der
Gothen, an den Ufern des Guadalete an, gedauert hatte.
Der genaue, werthvolle Agapida iſt ganz beſonders und ſeltſam weitläuftig in Beſtimmung der eigentlichen Zeit dieſer Begebenheit. Der große Trinmph unſeres heiligen, katholiſchen Glaubens,» behauptet er nach ſei⸗ ner Rechnung, aſiel in den Anfang des Januarius, im Jahr unſers Herrn 1492, als welches 3655 Jahre ſeit der Bevölkerung Spaniens durch den Erzvater Tubal waren, 3797 Jahre aber ſeit der allgemeinen Sündfluth, 5453 ſeit Erſchaffung der Welt, nach der hebräiſchen Rech⸗ nung; dieſe Begebenheit ſiel ferner in den Monat Rabic, in das 897⸗ Jahr der Hegira oder Flucht Muhamed's, den Gott verwerfe!» ſagt der fromme Agapida.
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