derte, er verbrannte Dörfer, trieb Vieh⸗ und Schafheer⸗ den weg, und ſchleppte Gefangene mit ſich fort. Die Kriezer der Grenze ſammelten ſich, aber El Zagal war ſchon weit auf dem Rückweg durch die Gebirge, und zog im Triumph in Guadix Thore ein, ſein Heer mit Chri⸗ ſtenbeute beladen, und einen langen Zug von Heerden mit ſich führend.
Dieß war eine von des ſtolzen El Zagal Vorkehrun⸗ gen gegen den erwarteten Einbruch des chriſtlichen Kö⸗ nigs; er regte dadurch den kriegeriſchen Geiſt ſeines Vol⸗ kes auf, und gewann für ſich eine vorübergehende Liebe bei'm Volk.
König Ferdinand ſammelte ſein Heer bei Murcia im Frühling 1488. Er verließ dieſe Stadt am fünften Junt mit einem Streithaufen von viertauſend Pferden und vierzehntauſend Fußgängern. Der Marquis von Cadir führte die Vorhuth und ihm folgte der Adelantado von Murcien.
Das Heer betrat die Manriſche Grenze von der See⸗ küſte her, verbreitete Schrecken durch das Land, und wo es ſich zeigte, übergaben ſich die Städte ohne den gering⸗ ſten Widerſtand, ſo groß war die Furcht, die Uebel zu erfahren, welche die andere Grenze verwüſtet hatten.
Auf dieſe Weiſe fügten ſich Vera, Velez El Rubico, Velez El Blanco und viele Städte geringeren Rangs, etwa ſechzig, dem erſten Aufgebot.
Erſt als es ſich Almeria näherte, fand das Heer eini⸗ gen Widerſtand. Dieſe wichtige Stadt ward vom Für⸗


