Jahrgang 
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waren ſie von einer ſolchen Kriegsliſt in allen ihren Kämpfen Zeuge geweſen.

Die Chriſten ſtürzten vor und nahmen Beſitz von dem verlaſſenen Poſten; begannen aber ſogleich einen An⸗ griff auf den andern Thurm am entgegengeſetzten Ende der Brücke, wohin ſich die Mauren zurückgezogen. Ein unaufhörliches Schießen aus Armbrüſten und Muſketen ward zwiſchen den beiden kämpfenden Thürmen unterhal⸗ ten; Schichten von Steine wurden hinabgeworfen, und niemand wagte ſich auf die dazwiſchen liegende Brücke.

Franciſco de Ramirez nahm endlich ſeine frühere Weiſe des Angriffs wieder vor. Er warf Schanzen auf, wie er vorrückte, während die Mauren am andern Ende die Brücke mit ihren Geſchützen beſtrichen.

Der Kampf war langwierig und blutig; wild von Seiten der Mauren, geduldig und ausdauernd von Sei⸗ ten der Chriſten. Durch allmähliges Vorſchreiten gelang dieſen ihr Vordringen über die Brücke; ſie trieben den Feind vor ſich her und blieben Meiſter dieſes wichtigen Paſſes.

Für dieſe kühne, geſchickt ausgeführte Kriegsthat ver⸗ lieh König Ferdinand nach der Uebergabe der Stadt Franciſcv'n Ramirez die Ritterwürde in demſelben Thurm, den er ſo ruhmvoll gewonnen hatte.

Bruder Antonio Agapida verwendet mehr als eine Seite zu weitläuftigen Anpreißungen dieſer Erfindung, die Grundfeſten der Thürme durch Geſchützſtücke in die