gen, die an jedem Ende von einem feſten hohen Thurm vertheidigt ward. Dieſe hatte ein Theil des Heers bei einem allgemeinen Sturm zu überſchreiten. Der Ober⸗ befehlshaber der Geſchütze, Franciſco Ramirez de Ma⸗ drid, erhielt Befehl ſich in Beſitz der Brücke zu ſetzen.
Der Zugang zu ihr war außerordentlich gefährlich, da die Angreifer ſehr blos geſtellt waren, und die Thürme eine zahlreiche Mauriſche Beſatzung hatten. Franciſco Ramirez grub daher insgeheim eine Mine, die bis unter den erſten Thurm führte, und ſtellte ein Geſchützſtück, die Mündung nach oben, gerade unter die Grundfeſten, außerdem aber breitete er eine Lage Pulver ſo in der Mine aus, daß ſie im rechten Augenblick eine vollſtän⸗ dige Sprengung bewirkte.
Als dieß vorbereitet war, zog er langſam mit ſeinen Streitkräften gerade auf die Thürme los, errichtete auf jedem Schritt Schanzen und gewann allmählig Grund, bis er der Brücke ganz nahe kam. Nun führte er meh⸗
rere Stücke Geſchütz in ſeinen Vertheidigungswerken auf,
und begann den Thurm zu beſchießen. Die Mauren er⸗
wiederten dieß tapfer von ihren Zinnen, aber in der Hitze 3
des Kampfs entlud ſich das Geſchütz unter der Grund⸗ feſte des Thurms.
Die Erde riß auf, ein Theil des Thurms ward um⸗ geworfen, und mehrere der Mauren in Stücke zerfleiſcht; die übrigen ergriffen die Flucht, mit Entſetzen erfüllt, als dieſer donnernde Ausbruch unter ihren Füßen losbrannte und die Erde Feuer und Rauch ausſpie, denn nie vorher
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