Jahrgang 
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die Leiden einer langwierigen Belagerung und das Blut⸗ vergießen zu vermeiden, welches mit einem allgemeinen Sturm verbunden ſeyn mußte.

So ward denn eine wiederholte Aufforderung an die Stadt, ſich zu übergeben, geſandt, und das Verſprechen beigefügt, Leben, Freiheit und Eigenthum ſolle im Fall einer unverzüglichen Uebergabe ihnen nicht gefährdet wer⸗ den, würde aber die Vertheidigung hartnäckig fortgeführt, dann drohte man mit allen Schrecken des Kriegs.

Hamet El Zegri verwarf nochmals das Anerbieten 3 mit Unwillen. Seine Hauptwerke waren bis jetzt nur wenig beſchädigt, und im Stande noch lange auszuhal⸗ ten; er vertraute auf die taufend Uebel und Unfälle, die ein Belagerungsheer überfallen, und auf die Unwetter der herannahenden Jahreszeit; auch ſagt man, er und ſeine Anhänger hätten blinden Glauben an die Verhei⸗ ßungen des Derwiſches gehabt.

Der würdige Bruder Antonio Agapida nimmt keinen Anſtand zu verſichern, der vorgebliche Prophet der Stadt ſey ein Erznekromant, ein Todtenbeſchwörer und Mauri⸗ ſcher Zaubrer geweſen;«deren es,» ſagt er, ain der ſchmutzigen Sekte Muhameds eine zahlloſe Menge gibt; er behauptet, er habe im Bund geſtanden mit dem Für⸗ ſten der Geiſter der Luft, und ſey eifrigſt bemüht gewe⸗ ſen, Verwirrung und Niederlage auf das chriſtliche Heer zu bringen.

Der würdige Vater verſichert ferner, Hamet habe ihn in einem hohen Thurm des Gibralfaro, der eine weite