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nen, die Zeit ſey noch nicht gekommen, denn jedes Er⸗ eigniß habe ſeinen beſtimmten Tag in den Beſchlüſſen des Schickſals. Sie müßten daher in Geduld abwarten, bis die feſtgeſetzte Zeit ihm vom Himmel geoffenbart worden.
Hamet El Zegri hörte auf den Derwiſch mit großer Ehrerbietung, und ſein Beiſpiel trug viel dazu bei, die Furcht und Achtung der Anhänger gegen den Einſiedler zu vermehren. Er nahm den heiligen Mann in ſeine Feſte Gibralfaro auf, beſfragte ihn bei allen Gelegenhei⸗ ten und hing deſſen weiße Fahne an dem höchſten Thurm als ein Ermuthigungszeichen für das Volk der Stadt aus.
Mittlerweile verſammelte ſich allmählig die Blüthe der Ritterſchaft von Spanien vor Malaga's Wällen. Das Heer, welches die Belagerung begonnen hatte, war durch die ungeheuren Mühſeligkeiten erſchöpft worden, da es ausgedehnte Werke hatte aufwerfen, Verhaue und Mi⸗ nen graben, zu See und Land Wache halten, die Berge durchziehen und außerdem noch unaufhörliche Kämpfe hatte aushalten müſſen.
Die Könige ſahen ſich daher genöthigt, verſchiedene ferne Städte um Verſtärkungen an Mann und Roß an⸗ zugehen; auch viele Edle verſammelten ihre Lehnsleute, und erſchienen auf eignen Antrieb im königlichen Lager.
Faſt jeden Augenblick hielt eine ſtattliche Galeere oder prächtige Caravele im Hafen, entfaltete das wohlbekannte Banner eines Spaniſchen Ritters und donnerte aus ſei⸗


