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ſeine Sieſta oder ſeinen Nachmittagsſchlaf in ſeinem Zelt, die Königin aber, obgleich neugierig, dieß ſeltſame We⸗ ſen zu ſehen, verſchob es doch aus natürlichem Zartge⸗ fühl und aus Zurückhaltung, bis der König zugegen ſeyn würde.
Der Santon ward alſo in ein anſtoßendes Zelt ge⸗ bracht, worin Donna Beatrix de Bovadilla, Markgräfin von Moya und Don Alvaro von Portugal, Sohn des Herzogs von Braganza, mit zwei oder drei Begleitern ſich befanden. Der Maure, der Spaniſchen Sprache un⸗ kundig, hatte die Unterredung der Wachen nicht verſtan⸗ den, und ſchloß aus der Pracht des Hausgeräths und der ſeidnen Vorhänge, er ſey in dem königlichen Zelt. Auch aus der Ehrfurcht, die von den Gegenwärtigen Don Alvarv und der Markgräfin erwieſen wurde, glaubte er vermuthen zu können, es ſeyen dieß der König und die Königin.
Er bat jetzt um einen Trunk Waſſer. Ein Krug ward⸗ ihm gebracht und die Wache machte ſeinen Arm frei, um ihn in den Stand zu ſetzen zu trinken. Die Markgräfin bemerkte eine plötzliche Veränderung in ſeinen Mienen und etwas Unglückdrohendes in dem Ausdruck ſeines Au⸗ ges, und nahm daher ihren Siß in einem entfernteren
Cnheil des Zeltes.
Indem der Maure nun das Waſſer an ſeine Lippen bringen zu wollen ſchien, ſchob er ſeinen Albornoz weg, und ergriff einen Säbel, den er unter ihm verborgen hatte. Dann den Krug zu Boden werfend, zog er ſeine 6*


