Münchhauſens Biographie. 137
in dieſem Jahrhundert erſchienen ſind. Seine Bittſchrift um die Stelle lautete folgendergeſtalt:
„Nachdem mich der liebe Gott mit einer unbeſchreib⸗ lichen Hartherzigkeit begnadigt hat, ſo ſchmeichle ich mir, daß Ew. k. keinem Andern als mir die Auf⸗ ſeherſtelle uber das neue Armenhaus uͤbertragen wer⸗ den“„.
Als in Schilda eine Allee Schaden litt, ließ ich eine
Tafel aushaͤngen, worauf folgende Worte zu leſen waren:
„Wer dieſe Baͤume beſchädigt, echalt 50 Prügel zur Belohnung; die Hälfte davon bekommt der An⸗ geber.“
Auf ein ſo kraͤftiges Mittel fallen gewiß alle Akade⸗ mien in Deutſchland nicht! Aber dafur traf auch, wie oben ſchon geſagt, bei mir das Sprichwort ein: Wem Gott ein Amt giebt, dem giebt er auch Verſtand!
In einem Fluſſe bei Schilda, welcher jaͤhrlich einmal ſehr hoch anzuſchwellen pflegte, ließ ich eine Saͤule mit der Inſchrift errichten:„Wenn man dieſe Saͤule nicht mehr ſieht, ſo iſt es gefaͤhrlich hindurch zu paſſiren,“ und legte dadurch meine Sorgfalt fuͤr Reiſende an den Tag. Kurz, jeder Tag meiner Regierung war mit irgend einer herrlichen zum Beſten der Stadt gereichenden That bezeichnet.
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