Der Burgundiſche Poſtillon. 113
einem unbewaffneten Feinde das Leben gerettet. Ich kann in Frieden von hinnen ſcheiden und habe den Tod nicht zu füchten; das Bewußtſein, eine gute That vollbracht zu haben, wird mich in jene Welt begleiten!“
Der Graf Clarendon vermochte ſich bei der Erzäh⸗ lung des greiſen Invaliden kaum zu halten, denn es war nichts gewiſſer, als daß der Vater Jean⸗Marie's ſein Lebens⸗ retter geweſen war. Der alte Chaillou zog ein Portefeuille aus ſeiner Taſche und uͤbergab es dem Englaͤnder mit den Worten:
— Jetzt, Herr Graf, bleibt mir nichts weiter uͤbrig, als Ihnen fuͤr das, was Sie an mir thun wollten, zu danken und Ihnen die funfzigtauſend Francs zurückzu⸗ geben, die ſich in dieſem Portefeuille befinden.
— Nicht mir, Herr Chaillou, ſprach der Graf be⸗ wegt, haben Sie dieſe Summe zurückzugeben.
— Und wem denn?
— Jean⸗Marie— ihm gehört ſie!
— Wie, Herr Graf, antwortet uberraſcht der Poſtillon, mir gehorte dieſe Summe? Wie iſt das moglich?
— Ja, junger Mann, fuhr der Graf fort, dieſe Summe iſt die Erbſchaft, welche Ihnen Ihr Vater hinter⸗ läßt, indem er dem General Grafen von Clarendon das Leben rettete!
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