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Der burgundische Postillon : humoristischer Roman / con Paul de Kock ; deutsch von August Schrader
Entstehung
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Der Burgundiſche Poſtillon. 107

guftieden, daß ihr Plan gelungen war, klatſchte ſie freudig in die Haͤnde und lief in das Hotel zuruͤck, um die beiden Liebenden allein zu laſſen.

Deniſe erwachte aus ihrem Nachſinnen, ſah auf und fuhr bei dem Anblicke des Poſtillons von ihrem Sitze em⸗ por. Keins von Beiden hatte den Muth, die unterredung zu beginnen; wie Bildſäulen ſtanden ſie einander gegenuͤber. Nach einigen Augenblicken peinlichen Schweigens nahm endlich Jean⸗Marie das Wort und ſprach mit bebender Stimme:

— Madame— Tapotte hat mir geſagt, daß Sie mich zu ſprechen verlangt— hier bin ich⸗

— Wie, ich, mein Herr? Sie haben eine Unterre⸗ dung mit mir gewuͤnſcht.

— So hat man Sie belogen! rief der Poſtillon; denn ich, fuhr er ſanfter fort, wurde mir eine ſolche Bitte nicht erlaubt haben.

— Dann ſind wir Beide belogen! Das iſt ſchlimm! Demnach iſt es unnuͤtz, daß wir noch laͤnger beiſammen bleiben— ich ziehe mich zuruͤck.

Schuͤchtern tritt Jean⸗Marie naͤher und ſpricht mit ſanfter Stimme:

— Wenn es Ihnen recht iſt— mir iſt es lieber,

wenn Sie bleiben, denn ich muß geſtehen, daß es mir wohl

thut, Sie zu ſehen.