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Der burgundische Postillon : humoristischer Roman / con Paul de Kock ; deutsch von August Schrader
Entstehung
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56 Der Burgundiſche Poſtillon.

— Doch halt! Es iſt nichts mehr drin, ſpricht Jean⸗ Marie, die Flaſche anſehend.

— Dann will ich gehen, ich habe Eile!

— Noch einen Augenblick! Ein Reiterſchluck kann nicht ſchaden.

— Ja, wenn noch ein Reiterſchluck genoſſen werden ſoll, will ich noch warten, der ſtaͤrkt fur die ganze Reiſe.

— Holla, Tapotte! Noch eine Flaſche vom aͤlteſten und beſten! ruft der Poſtillon dem Hauſe zu.

— Höre, Jean⸗Marie, Du bereiteſt mir eine ange⸗ nehme Ueberraſchung: ich habe Dich noch nie ſo vergnuͤgt und noch nie ſo durſtig geſehen. Sieh, das macht mir Freude. Ich freue mich immer, wenn ich andre Leute vergnugt ſehe, denn das iſt ein Zeichen, daß es ihnen wohl geht.

— Es iſt nur ſo eine Idee, die mir in den Kopf gefahren iſt; ich will heute den alten Backofen einmal recht heiß machen, will mir einen kleinen Spitz antrinken. Biſt Du dabei?

— Ach mein Gott, antwortet ſeufzend der Knecht, wenn ich nur nicht ſo große Eile haͤtte! Ich liebe die Spitze vom Grunde meiner Seele! Ach; da kommt Ta⸗ potte! O Tapotte, in dieſem Augenblicke beſitzeſt Du Alles, um mir den Kopf zu verdrehen!