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Der burgundische Postillon : humoristischer Roman / con Paul de Kock ; deutsch von August Schrader
Entstehung
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Der Burgundiſche Pvoſtillon. 35

lauſcht er dem ſich immer mehr entfernenden Wagengeraſſel, dann aber beginnt er ruhig ſeine Promenade wieder.

— Sie iſt fort, murmelt Graf Clarendon vor ſich hin, fort fuͤr immer; ich werde ſie nicht wiederſehen. Um ſo beſſer! Ihr Anblick koͤnnte meinen Vorſatz wieder aͤn⸗ dern. Die Undankbare! Ich habe ſie wirklich geliebt und liebe ſie noch; aber ihr leichtſinniger Charakter wird mich ungluͤcklich machen: darum will ich ſie vergeſſen!

Unſer Graf war ein echter Englaͤnder; man darf ſich alſo nicht wundern, wenn er ein echt engliſches Mittel wählt, ſeine undankbare Geliebte zu vergeſſen.

Was werden in der Welt nicht fuͤr Mittel angewendet, namentlich von den Maͤnnern, um eine ungluckliche Liebe aus dem Herzen zu verbannen. Der Eine ergiebt ſich dem Trunke und lebt in einem ewigen Rauſche. Dieſes Mittel iſt nur fuͤr den Augenblick wirkſam; denn iſt der Rauſch verflogen, ſo tritt die alte Krankheit wieder ein und hat noch eine zweite im Gefolge, naͤmlich den Katzenjammer— er muͤßte ſonſt ein Trinker von Profeſſion ſein. Ein Andrer geht auf Reiſen— natuͤrlich wenn er Geld hat. Ein Dritter reitet Pferde zu Tode, ſchießt Rehböcke oder mordet ſonſt auf eine elegante Weiſe was ihm unter die Haͤnde

geraͤth. Noch Andre ergeben ſich dem Spiele oder ſonſtigen 3*