24 Der Burgundiſche Poſtillon.
mich uͤber die Ungeſchicklichkeit meiner Bedienten zu beklagen — denn es giebt mitunter ſehr dumme Teufel unter ihnen — vorzuͤglich unter den Poſtillonen, wenn ſie Reiſende fahren. Sie ſind oft ſo dumm, daß ſie dem Reiſenden Arm und Beine brechen laſſen!
— So! Soll das vielleicht mir gelten, Herr Englaͤnder?
— Das iſt ſehr leicht möglich. Uebrigens begehre ich nichts weiter von Ihnen.
— Auch ich will von Ihnen nichts, mein lieber Herr Englaͤnder. 8
— Mein Unfall hat mir Gelegenheit gegeben, dieſe Gegend kennen zu lernen; die Berge, Thäler und Abgrunde haben mir gefallen— vorzuglich aber die Tochter hier aus dem Wirthshauſe.
— Im vorigen Jahre waren auch zwei Reiſende hier, die ſind dort im Schnee in jener großen Schlucht um⸗ gekommen.
— Ah! Das iſt ein koſtbares Land! Doch ſagen Sie mir, mein kleiner Galopin, Mamſell Deniſe iſt alſo nicht die Tochter des Poſthalters?
— Nein, lieber Herr Englaͤnder, die iſt die Tochter von keinem Menſchen auf der Welt, ſie iſt eine Waiſe, die Herr Chaillou an Kindes Statt aufgenommen hat.
— Wer waren die Eitern dieſer ſchönen Waiſe?


