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Der burgundische Postillon : humoristischer Roman / con Paul de Kock ; deutsch von August Schrader
Entstehung
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20 Der Burgundiſche Poſtillon.

Fußtouren nicht wieder. Sie koͤnnen mir glauben, fuͤr einen Reconvalescenten ſind ſie aͤußerſt gefaͤhrlich.

Im Gegentheil, antwortet der Britte, ſie ſind aͤußerſt ungefaͤhrlich, denn ſie geben einen guten Appetit.

Sie hätten ſich lieber einen Wagen oder ein Pferd zum Reiten nehmen ſollen.

No, no! Kein Pferd! Dann hätte das Pferd Appetit bekommen und nicht ich.

Bei einer ſolchen Anſicht beduͤrfte man keines Vermoͤgens.

Vermogen! Was iſt Vermögen? Es nuͤtzt zu nichts, und ſchon oft habe ich mir gewuͤnſcht, keines zu beſizen. Das Vermoͤgen iſt eine Krankheit, denn man kann ſich damit alle Vergnügungen erſchaffen, die man Luſt hat zu genießen und ſo oft man Luſt hat zu genießen. Man wird blaſirt und hat zuletzt kein Verlangen mehr. Ein reicher Mann kommt mir vor wie ein Gaſt, der bei einem Feſte zur Tafel ſitzt; er ißt von der erſten Schuͤſſel ſoviel, daß er bei der zweiten keinen Appetit mehr hat.

Reichthuͤmer gewaͤhren aber dann ein großes Ver⸗ gnuͤgen, wenn man ſie mit einer Perſon theilen kann, die man liebt und die uns wieder liebt!

Dies iſt auch wohl der Grund, weshalb Sie auf Ihrer Reiſe in Frankreich nicht einen einzigen Diener