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Der Burgundiſche Poſtillon. 1¹
— Zwei unerlaͤßliche Eigenſchaften eines Poſtillons ſind: Ein gutes Augenmaß und ein guter Peitſchenhieb.
Das Augenmaß, um richtig, und der Peitſchenhieb, um ſchnell von der Stelle zu kommen.
— Das iſt mir klar!
— Jetzt kommen die Hauptregeln, die ein guter Poſtillon zu befolgen hat. Wenn ein Wagen anlangt, ſo haſt Du Dich bei dem ankommenden Poſtillon zu erkun⸗ digen, wieviel Trinkgeld er erhalten hat. Dies muß Dein erſtes Geſchaͤft ſein! Hat er drei Francs fuͤr die Station erhalten, ſo faͤhrſt Du Galoppz; hat er vierzig Sous er⸗ halten, ſo faͤhrſt Du Trab; ſind es weniger als dreißig Sous, ſo fährſt Du nur Schritt!
— Alſo das ſind die Hauptregeln.
— Jetzt denke Dir, Du habeſt einen Reiſenden, der weniger als dreißig Sous Trinkgeld bezahlt hat. Du ſitzeſt im Sattel und faͤhrſt langſam die Chauſſee hinab. Hopp, hopp— hopp!
Der Reiſende fordert Dich auf, raſcher zu fahren— Du antworteſt nicht.
Es geht langſam hopp— hopp weiter!
Der Reiſende bittet— Du hoͤrſt nicht; er ſchreit— Du hoͤrſt nicht; er aͤrgert ſich und ſchreit wieder— Du bleibſt ruhig im Schritte.


