Teil eines Werkes 
2. Theil (1836)
Entstehung
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= 59 25 auf zurückkommen, und die Materialien dazu ſollen uns nicht fehlen.

In der Liebe, kann man uͤberzeugt ſein, iſt der erſte Schritt jederzeit der ſchwierigſte. Da iſt man nicht nur fuͤr einmal verwegen und kuͤhn, denn man denkt, da der Fehltritt immer derſelbe bleibt, ſo kommt es nicht auf die Zahl an. Wie hätte Er⸗ neſtine nach jenem verhaͤngnißvollen Abend nicht auch ferner noch ſtrafbar ſein ſollen? Ihr Fehl⸗ tritt verurſacht ihr die heftigſte Gewiſſensangſt, dieſe fuͤhrt Thränen herbei, und doch war Niemand im Stande, ihren Kummer zu beſaͤnftigen, ihre Thraͤ⸗ nen zu ſtillen, ſie uͤber ihre Lage zu troſten, als Victor, und man kennt die Mittel, die ein Lieb⸗ haber bei ſolchen Gelegenheiten anzuwenden verſteht.

Indeſſen muß Erneſtine die wenigen Augenblicke des Glͤcks theuer bezahlen: zitternd und beunru⸗ higt in der Naͤhe ihres Mannes, bildet ſie ſich bei dem kleinſten Gewoͤlk, welches die Stirn ihres Ge⸗ mahls umzieht, ein, er habe ihre Untreue entdeckt;