37 8 Ja, gewiß! erwiedert Herr Pomard; ich ver⸗ ſtehe etwas von der Malerei und werde mir erlau⸗ ben, Ihnen mein Urtheil zu ſagen. „Gerade das iſt's, was ich wuͤnſche O, ich gehoͤre nicht zu den Malern, die keinen Rath an⸗ nehmen wollen, den leichteſten Tadel nicht ertra⸗
gen koͤnnen; ich wuͤnſche, daß man ganz offen
ſeine Meinung ſagt, und es iſt mir recht lieb, daß Herr v. Noirmont abweſend iſt, weil ſeine Gegen⸗ wart Ihnen bei der Beurtheilung ſeines Gemaͤldes vielleicht einigen Zwang auferlegt haͤtte.
Erneſtine fuͤhrt die Geſellſchaft in das Zimmer, worin ſich das Bild befindet. Dufour iſt neugierig auf den Eindruck, den ſeine Arbeit bei Jedem ma⸗ chen wird; er findet es ſchon auffallend, daß man nicht ſogleich in laute Ausrufungen des Beifalls ausbricht; aber er wird kirſchbraun vor Arger, als Madame Bonnifour fragt: Soll denn das da der Herr ſein?
Die Frage ſetzt mich in Erſtaunen, Madame,


