10 8= nuͤnftigſte ſieht es gern, wenn man ihr den Hof macht, und ſelbſt, wenn ſie nichts zu erwiedern beabſichtigt.
Alle dieſe Gruͤnde beſtimmen ſie eines Mor⸗ gens den Salon zu verlaſſen und ſich in die ſchoͤn⸗ ſten Gaͤnge des Gartens zu vertiefen. Sie geht hier einige Zeit auf und nieder, ohne Jemandem zu begegnen: es wundert ſie, ſie iſt verdrießlich uͤber ihre Einſamkeit, und ſetzt ſich endlich mit ihrer Arbeit in einer Laube nieder; aber beim kleinſten Geraͤuſch der Blaͤtter hebt ſie den Kopf und blickt um ſich. Endlich erſcheint Vietor; ſogleich iſt ſie wieder mit der Arbeit beſchaͤftigt, und zwar ſo eifrig, daß Victor ſich zu ihr ſetzt, und ſie es nicht einmal bemerkt.
Wie, gnaͤdige Frau! Sie hier? Sie arbeiten im Garten?— Wie Sie ſehen, mein Herr, war⸗ um das nicht?— Es iſt ſo etwas Ungewoͤhnliches, Sie ohne ſtarke Bedeckung außerhalb des Salons zu erblicken!.... Ich hatte Kopfweh heute fruͤh
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