Teil eines Werkes 
1. Theil (1836)
Entstehung
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= 12 8 chen zur Geliebten. Eines Tages ſagt ſie mir, ich ſollte den naͤchſten Abend nicht zu ihr kommen, weil ſie eine Verwandte erwarte. Die Sache iſt abgemacht. Den andern Tag weiß ich nicht, was mir durch den Kopf faͤhrt. ich ſage zu mir: komiſch, daß ſie heut den Beſuch einer Verwand⸗ ten erhaͤlt, von der ich niemals gehoͤrt habe; wenn dieſe Verwandte ein Mann, ein Neben⸗ buhler waͤre!.. Kurz, ich werfe meine Pinſel

hin, und gehe den Abend nach der Wohnung met⸗

ner Schoͤnen. Ich ſehe Licht im Zimmer, ſteige

hinauf, es war kein Portier im Hauſe, und ich kannte alle Schliche. Vor ihret Thuͤr trete ich ganz leiſe auf, halte den Athem an, und druͤcke das Ohr an's Schluſſelloch. Meine Schö hatte nur ein einziges Zimmer, fololich war die Geſell⸗ ſchaſt nicht weit von mir; ich hoͤre ſprechen, la⸗ chen; ich finde, daß die Ausbrüche der Freude fuͤr eine Verwandte ſehr mannlich klingen. Ich horche, ich bleibe lange auf der Lauer. 5 oft