Teil eines Werkes 
1. Theil (1836)
Entstehung
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Um ſich bei ſolch' einem laͤndlichen Feſte zu amuͤſiren, bedarf es dreier Dinge: erſtens einer eräftigen Geſundheit. Du wirſt vielleicht ſagen, Ge⸗ ſundheit ſei zu jedem Vergnuͤgen unumgaͤnglich nothwendig; darauf antworte ich aber, daß es ſtillere, geräuſchloſere Vergnuͤgungen giebt, welche nicht ermuͤden, während es bei ſolchem Volksfeſte unerlaͤßlich, iſt, immer auf den Beinen zu ſein. Es gehoͤrt alſo zuerſt eine gute Geſundheit dazu, zunaͤchſt aber Geld vollauf, und endlich kein ver⸗

liebtes Herz. 3 Dieſe letzte Bedingung wird Dir auch noch ſon⸗ derbar vorkommen, aber wenn Du reiflicher dar⸗ uͤber nachdenkſt, glaube ich, wirſt du meiner Mei⸗ nung Kin. Iſt man verliebt, und hat ſeine Aus⸗ erwaͤhlte am Arm, ſo iſt man nicht gern unter vielen Menſchen. Wie kann man ſich nach Gefallen anblicken? wie ſeine Seele durch das Spiel der 2 Augen verrathen, wenn unbekannte Menſchen uns

umgeben, uns dreiſt und mit großen Augen an⸗