Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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dauerte den ganzen Tag hindurch. Die Hauptkräfte der Stürmenden hatten ſich vorzüglich auf das Thor Saint⸗Michel gerichtet.

Gegen Abend ließ das Feuer ein wenig nach.

Von Strapazen erſchöpft und von einem uner⸗ warteten Widerſtande entmuthigt gaben die Truppen der Vendée ihre Angriffe auf.

Es war zehn Uhr Abends. Dann und wann vernahm man noch einige Flintenſchüſſe, deren Schall wie die letzten Donnerſchläge eines im Abzuge be⸗ griffenen Gewitters ſich in der Ferne verlor. In dem Lager der Belagerer erhob ſich ein leiſes Murren. In der Stadt herrſchte eine große Thätigkeit; trotz der Nacht und vorgerückten Zeit zogen Patrouillen nach allen Richtungen aus und die Officiere viſitirten die Poſten. Proviant und Munition wurde erneuert und Alles ſchickte ſich an, den Kampf zu beginnen.

In dieſem Augenblicke ſtieg ein Ober⸗Officier, der ſich während des ganzen Tages als einer der un⸗ erſchrockenſten Vertheidiger des Thores Saint⸗Aubin bemerkbar gemacht hatte, den Wall herab. Er ſchlug die Richtung nach der Straße Saint⸗Aubin ein und ſchritt über den Platz, der den Soldaten zum Sammel⸗ platze angewieſen war.

Hier erhob ſich düſter und einſam die furchtbare Guillotine, deren ſcheußliches Skelet ſchauerlich in das dunkle Blau des nächtlichen Himmels ſtarrte.

Der Officier wandte das Geſicht ab, als er bei dieſem ſchrecklichen Denkmgle der ausübenden Ge⸗