Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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hochherzige und ſchöne Eigenſchaften zu bewundern; ſie glaubte, ihn zu dem glücklichſten der Sterblichen gemacht zu haben. Wie groß, wie ungeheuer war jetzt der Fall aus dieſem Himmel.

Eine verachtende Bitterkeit bemächtigte ſich des Herzens der verrathenen, betrogenen Frau, und mehr als Gleichgültigkeit vertrat die Stelle der Zuneigung, die für den Grafen in Johanna's Herzen gewohnt hatte. Aber zu ſtolz, um ihren Schmerz zur Schau zu tragen und unnütze Reclamationen ergehen zu laſſen, verſchloß ſie ſich ruhig in das Schloß Porteau und kümmerte ſich nicht um ihren unwürdigen Gatten, der ſich den ſchändlichſten Leidenſchaften frech ergab.

4. Das Begegnen.

Es waren bereits fünf Jahre verfloſſen, daß Jo⸗ hanna in dem alten Schloſſe Porteau einen Zufluchts⸗ ort gegen ihren Schmerz geſucht. Während dieſer Zeit hatte ſich Vieles ereignet. Die Revolution, dieſe finſtere, Verderben bringende Göttin hatte ſich ſcho⸗ nungslos des alten Königreichs bemächtigt und in jenem ungleichen Kampfe den morſchen Thron der Bourbonen unter ihrem ſiegreichen Fuße zertreten.

Ludwig XVI. hat die Vergehen ſeines Stammes mit ſeinem Kopfe bezahlt. Während der franzöſiſche