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nach trug ſein eigentlicher Charakter den Sieg da⸗ von. Seine Freunde klagten ihn des Geizes an, den er mit den Thalern ſeiner Frau ausübe— und bald kam er zu der alten Verſchwendung und zu hohem
Spiele zurück.
Man machte die Liebe Johanna's lächerlich und tadelte ihn, daß er ſeine Frau anbete— und bald knüpfte er kleine Liebes⸗Intriguen an. Kurz, er wurde wieder der Alte und ergab ſich auf's Neue den Ausſchweifungen der Jugend.
Eine heilige Scham und eine züchtige Unkennt⸗ niß mit der Welt, in deren Mitte ſie lebte, bewahr⸗ ten Johanna's Ruhe und Frieden.
Geſchäftige Hände riſſen aber die Binde von den Augen des unglücklichen Kindes: ſie lernte die Verbrechen ihres Gatten kennen.
Sie wollte noch zweifeln, wollte ſich ſelbſt täu⸗ ſchen; aber von allen Seiten kamen die Beweiſe und bekundeten die Wahrheit nur zu deutlich, daß ihr nichts mehr blieb, als ihre Thränen.
Sie verſuchte es, ſich zu beklagen und ihrem Manne leiſe Vorwürfe zu machen; aber er trat ihr mit Spott oder Härte entgegen.
Johanna war gut und nachſichtig; aber ihre Schüchternheit war weder Schwäche noch Mangel an Character. Das Betragen ihres Mannes hatte ſie ſchwer verletzt. Nach der unſchuldigen Meinung ihres Herzens hatte ſie ihrem Gatten das Edelſte, das Beſte geweihet; ſie gefiel ſich, in ihrem Manne


